Angelpark-Schauen
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    Waller-Knaller Avatar von Rumpelrudi
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    Langeland Brandungsangeln Trauerspiel

    Brandungsangeln auf Langeland ist der Horror

    Da ich im letzten Jahr mit den Dorschfängen auf Langeland zwar unzufrieden, aber wenigstens auf die Flundern, Klieschen und Wittlinge verlass war, startete ich dieses Jahr zum Plattenfischen zur Insel.
    Nach der Corona-Sperre war sowieso kein Boot mehr zu erhaschen. Das hat mich früher jedoch nie gestört, weil in der Brandung gleiche Ergebnisse zu erzielen waren.
    Begleitet wurde ich für eine Woche von meinem Sohnemann, dem es mittlerweile immer mehr Freude bereitet, zusammen mit der Legende kleine Bäume auszureissen.

    Unsere Angelplätze wurden nach meiner Erfahrung der Orts-, Strömungs- und Windverhältnisse ausgewählt.

    Unsere erste Tat war Sonntags ein Mefo-Angeln bei Dovnsklint. Superwetter und auch viele Strandbesucher. Aber egal, Stress macht die Fische hungrig. Außer einem Nachläufer und guten Anbiss, der sich aber nach kurzen Rütteln verabschiedete, lief bei mir nichts. Sohnemann, erstmals ernsthaft beim Mefo-Angeln, gab nach 20 Minuten "laut". Er sagte Hänger, jedoch kreischte sofort seine Bremse los. Das schien etwas Größeres zu sein und legte meine Angel zur Seite. Auf meinen Tipp, die Rute hoch zu halten, sagte er nur "das geht nicht". Also was richtig Großes, was nicht so schnell zum Landgang strebte. Dann schoß sie auch schon gut einen Meter aus dem Wasser und tauchte nach Salcho und doppelten Rittberger wieder ab. Eine verdammt gute Mefo.
    Ich konzentrierte mich schon mal auf die Handlandung. Dabei muss der Zugriff unbedingt sitzen, kein zweiter Versuch bei den vielen Zuschauern. Nach der vierten Flucht vom Ufer weg kam sie endlich in Reichweite. Hände vom Sand abspülen und Überkopfgriff dauerte eine Sekunde. Sie war sicher gelandet.
    Beifall klatschten die Zuschauer und Glückwünsche ertönten oben von der Steilküste. Ich glaube wir sind in Dänemark, denn im verklemmten Deutschland habe ich das noch nie erlebt.
    Sohnemann hatte die erste Mefo seines Lebens gefangen und gleich eine von 62 cm. Seine Hände und Knie zitterten und nach der Fischversorgung fiel er nur noch überglücklich rücklings auf den Strand.

    War Petrus uns hold ?

    Montag beim Brandungsangeln kam überraschend kein einziger Zupfer. Da war ich etwas konsterniert.

    Jetzt schaut Euch einfach die Vlog-Serie vom gemeinsamen Angelurlaub an, denn es ist unbeschreiblich gewesen.
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    Fazit:
    In 2019 verschwanden alle Plattfische um Ebeltoft und der Halbinsel Mols. Nur im Hafen waren Einzelfänge möglich.
    Im Frühjahr 2020 kam eine salzhaltige Strömung genau aus nördlicher Richtung durch das Langelandbelt in die Kieler Bucht.
    Die Plattfische flüchteten in Massen. Noch im Vorsommer drängelten sich an langelands Ostküste auffällig viele Plattfische in Strandnähe und waren schon bei 15 m Entfernung zu fangen. Das gab es noch nie. In der Urlaubswoche haben wir nicht eine Flunder beim Brandungsangeln gefangen. Hunderte Wattwürmer, genau so viele Seeringler, Tauwürmer und Heringsfetzen probiert. Nada.
    Trotzdem hatten wir sehr viel Spass bei alternativen Angelmethoden und -techniken.
    Geändert von Rumpelrudi (21.09.2020 um 00:09 Uhr)
    Angeln ist die einzige Philosophie, bei der jemand, der Glück hat, satt werden kann.

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