Angelpark-Schauen
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  1. #1
    Waller-Knaller Avatar von Rumpelrudi
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    Rudis Progressiv-Uniclinchknoten

    Berkley-, Clinch-, Centaury-, Uni-, Grinnerknoten und wie die alle heißen. Viel getestet und probiert und nie der wahre Knoten, wenn es darum geht, einfach mal just einen Wirbel, Öhrhaken oder Seitenarm in freier Natur anzubinden oder die Schlagschnur sicher zusammenzufügen.

    Diese Fummelei nervte mich gewaltig, und ich dachte mir damals, dass ein Knoten mit ein wenig Überlegung und Einbindung von physikalischen Eigenschaften wesentlich leichter zu binden sein müsste.
    Entwickelt habe ich den Knoten nach vielen Bastelstunden in den Wintermonaten schon vor 25 Jahren, als es bei den Meeresangel-Vergleichsangeln darum ging, bei jeglichen Extrem-Wetterbedingungen und sogar Nachts ohne Beleuchtung in Windeseile einen absolut verlässlichen Knoten binden zu können. Denn nur ein Köder im Wasser kann auch einen Fisch fangen.
    Die bisherigen Knoten waren allesamt zu künstlerisch aufgebaut, und wer schon mal mit nassen Händen bei klirrender Kälte oder sintflutartigen Regenfällen bei Windstärke 6 auf einem schaukelnden Kutter mit klammen Fingern einen Knoten gebunden hat, weiß wovon ich schreibe.
    Seit dem ich die Lösung gefunden habe, benutze ich diesen Knoten wo immer er zu gebrauchen ist. Die Knotenfestigkeit ist enorm und oftmals zerreißt es eher den Wirbel oder die Schnur, aber niemals den Knoten.
    Verblüffend ist die Einfachheit, mit der der Knoten zu binden ist und genau so habe ich ihn mir auch gewünscht. Sicherlich waren die Angelkollegen verwundert, in wie wenig Sekunden ich ein neues System fertigen konnte, denn das dauerte nicht länger, als wenn ein Fisch versorgt wird. Ich kann nur sagen, dass ich mir nach 300 Kuttertouren, unzähligen Brandungsangelsessions und leidenschaftlichen Spinnangeln über die Sicherheit des Angelknotens keinen Gedanken mehr zu verschwenden brauch. Der hält einfach bombastisch. Und was noch erstaunlicher ist, je länger und häufiger der Knoten belastet wird, umso sicherer hält er.

    Da ich viele Jahre mit diesem Knoten angele und alle Tests damit durchlaufen habe, möchte ich dieses Wissen um diese leichte Knotentechnik nicht „mit ins Grab“ nehmen.
    Exclusiv für die User von angler-glueck verrate ich auch diesen Trick aus meiner Schatzkiste.

    Der Knoten hat aufgrund seiner Bindetechnik einen besonderen Vorteil bei der Verwendung von Öhrhaken mit Naturköder. Das Endstück der Knotenschnur eignet sich ideal als perfekter Widerhaken, wenn z.B. ein Wurm über diesen Knoten geschoben wird. In diesem Punkt ist er allen bisherigen Knoten weit überlegen und spezielle „Wurmhaken“ gehören der Vergangenheit an. Selbst das gefürchtete Wegfliegen der Wattwürmer bei extremer Wurfbeschleunigung ist auf vereinzelte Zufälligkeiten (Wurmleichen) beschränkt. Beim Schlepp- und Grundangeln sieht ein Wurm nach einer halben Stunde immer noch so aus, als ob er frisch auf den Haken gezogen wurde und rutscht nicht in den Hakenbogen. Bei den heutigen Watt- und Tauwurmpreisen ein eminenter Vorteil.

    Aber, genug gelabert, denn so wird er gebunden:


    Wichtig ist nur, dass das Schnurende von unten durch den Schnurbogen geschoben wird, der zwischen Daumen und Zeigefinger entstanden ist. Beim Binden ist der Abstand zum Befestigungspunkt (Wirbel, Haken, Wobbler, Pilker, Schlagschnur) absolut unwichtig. Je nach Bedarf reichen drei bis vier Wicklungen völlig aus.
    Danach mit dem Schnurende den Knoten auf der Hauptschnur festziehen. Mit dem Zug an der Hauptschnur rutscht der Knoten zum Befestigungspunkt und clincht sich selbst gnadenlos fest.
    Angeln ist die einzige Philosophie, bei der jemand, der Glück hat, satt werden kann.

  2. #2
    Waller-Knaller Avatar von Pütt
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    Re: Rudis Progressiv-Uniclinchknoten


    ...der Knoten ist die Seele jeder Schnur und immer das schwächste "Glied in der Kette", monofile und geflochtene Schnur haben nunmal unterschiedliche Knotenfestigkeit, deshalb gibt es ja für Alles den richtigen Knoten.

    Der Palomarknoten ist der, den ich bei "Schietwetter" machen würde, einfach und schnell. Aber mit den Jahren hat sich einjeder auf einen Knoten "eingeschossen" und kann den selbst im dunkeln ohne Licht in der Hosentasche mit nur einer Hand binden,...und das ist auch gut so ! :up:
    "Krempel nicht die Hose hoch bevor Du den Bach gesehen hast"

  3. #3
    Waller-Knaller Avatar von Rumpelrudi
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    Re: Rudis Progressiv-Uniclinchknoten

    Habe vorher auch den Palomarknoten für die Kleinteile benutzt und den Albrightknoten für die Schlagschnur.
    Nachteil beim Palomar war immer, dass die Kleinteile durch die Schlaufe gefriemelt werden mußten, also der Knoten unmittelbar am Befestigungspunkt gebunden wird.
    Bei meinem Knoten ist es völlig uninteressant, in welcher Entfernung der Befestigungspunkt liegt. Der kann auch unter dem Stiefel oder im Angelkoffer liegen. Beim Zug an der Hauptschnur wandert der Knoten zum Befestigungspunkt und gut ist es.
    Angeln ist die einzige Philosophie, bei der jemand, der Glück hat, satt werden kann.

  4. #4

    Re: Rudis Progressiv-Uniclinchknoten

    benutze auch seit Jahren nur den Palomarknoten, weil er einfach ist und denoch eine hohe Festigkeit erreicht. Dabei habe ich mir aber bei Kleinteilen angewöhnt erst das ende der Schnur durch die kleine Öse ziehen und dann wieder zurück, dadurch erspare ich mir die fummel arbeit die Schlaufe durch die winzige Öse zu ziehen. Aber dein gezeigter Knoten scheint auch recht gut zu sein, werde ihn auch mal ausprobieren, und danke für das zeigen

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