Angelpark-Schauen
Ergebnis 1 bis 1 von 1
  1. #1
    Waller-Knaller Avatar von Rumpelrudi
    Registriert seit
    02.12.2008
    Ort
    Minden
    Alter
    63
    Beiträge
    3,692

    Selfmade Running Boom

    Ein kleiner Blick in meine Trickkiste.

    Zum Naturköderangeln vom treibenden Kutter benutze ich seit Jahren erfolgreich einen 30 bis 32 cm langen, speziellen Eigenbau. Er eignet sich besonders ab einer Wassertiefe von sieben Meter und bei Drift. (Bild1)

    Ihr benötigt zum Selbstbiegen ein 50 cm langes Stück von einem 2 mm Edelstahl-Schweißdraht. Diese Drähte gibt es als Meterstangen im Baumarkt oder Schlossereien.

    Zuerst biegt ihr den Karabiner zum Einhängen des Bleigewichtes (Bild2). Das Blei lässt sich dadurch sehr schnell austauschen und der Strömung anpassen. Zum Einsatz kommen Bleie ab 150 g bis ? 250 g. Mehr hatte ich bisher noch nicht nötig, um auf Grund zu gelangen.

    Nur durch die karabinerseitige Öse wird die Hauptschnur gefädelt, bei etwas Geschick beim Biegen sogar nur eingehängt. Diese wird durch eine große Perle und einer kleineren vor einem Karabinerwirbel wie eine Laufmontage befestigt.

    Durch die vordere Öse wird das Vorfach (Nachläufer) an den Karabiner montiert. Der Fisch soll schließlich einen direkten Kontakt mit der Angel bekommen und nicht mit dem Grundblei. Wirkt aber fast wie eine Selbsthakmontage.
    Das Vorfach kann bis zu drei Meter lang sein, ohne das es sich beim schnellen Ablassen mit der Hauptschnur verheddert. Meist reichen aber 1,50 m.
    Je nach Strömung wird das Vorfach eingekürzt. Je stärker die Strömung/Drift, um so kürzer das nachzuschleppende Vorfach. Vor Langeland reicht bei starker Drift ein 250 g Blei mit 1,20 m langer Grundschnur.

    Das Bleigewicht darf keinen eigenen Wirbel besitzen, weil sonst die raffinierte Aktion des Running Booms zunichte gemacht wird:
    Früher in der Erprobungsphase habe ich Bleie mit eingegossenem Wirbel, bzw. das Blei mit Karabinerwirbel eingehängt. Das Ergebnis war, dass sich der Führungsarm beim Nachschleppen konsequent auf die Seite legte und als Krautfänger diente.
    Ohne diesen Wirbel zwingt das Bleigewicht den Führungsarm in eine fächernde Bewegung durch das Wasser. Das schwere Bleigewicht sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes und dieser ist mit dem Führungsarm in der senkrechten Stellung. Deswegen ist auch der Einhängepunkt des Bleies wie ein Stabilisator zur Strömung ausgerichtet.
    Durch die Bewegung des Gewichtes auf dem Meeresboden wird der Drahtarm in eine wedelnde Aktion gebracht, welche den Naturköder fleißig über dem Grund spielen lässt.
    An der Angel spürt man nichts davon.

    Dicht am Boot ist die Bewegung ruhiger und gut für Plattfische.
    Bei mittlerer Entfernung schon lebhafter, weil auch der Winkel des Drahtarmes ansteigt. Jetzt werden hauptsächlich die sonst würmerklauenden Wittlinge dazu gezwungen, fest zuzupacken.
    Bei Entfernungen über 40 m vom Boot ist die fächernde Aktion am Heftigsten und kein Dorsch kann widerstehen.

    Ich benutze diesen Running Boom manchmal, um anderen Anglern zu beweisen, dass Fische vorhanden sind. :P

    Wer sich mit den Bewegungen und den Vorfachlängen vertraut gemacht hat, kann zusätzlich 20 cm vor dem Haken einen Spinnerlöffel frei auf der Schnur rotieren lassen.

    Das Drahtteil fängt garantiert : (Bild3)
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Angeln ist die einzige Philosophie, bei der jemand, der Glück hat, satt werden kann.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •